Interview mit Thilo Weckmüller

Viel Gefühl und viel Gefahr


Neben dem Theatralischen, das so charakteristisch für Thilo Weckmüllers Bilder ist, findet sich eine Menge Witz und Augenzwinkern zwischen den Pinselstrichen. So lässt sich trotz aller dargestellten Düsternis oft ein Lachen nicht verkneifen, selbst wenn keins der Bilder ein fröhliches Ende andeutet. Im Interview mit dem KUNSTHANDEL erzählt Weckmüller, warum er Frauenbilder für die Darstellung der ganz großen Emotionen wählt und welches derzeit 

seine bevorzugte kreative Ausdrucksform ist.

Von Alexandra Bewermeier-Helms

 

DER KUNSTHANDEL: Ihr künstlerisches Repertoire ist sehr groß. Sie beschäftigen sich sowohl mit den verschiedensten grafischen Techniken als auch mit Zeichnung und Malerei. Würden sie sich eher als Grafiker oder als Maler bezeichnen? 

Thilo Weckmüller: „Sowohl als auch. Gemalt habe ich schon immer. Schon als Kind habe ich selbstgemalte Bilder auf dem Schulhof verkauft. Später in meiner Zeit als Restaurator kam ich mit der altmeisterlichen Malerei in Berührung und auch die Fassmalerei hat einige Spuren in meinen Arbeiten hinterlassen. Grafikdesign habe ich studiert, bin daher diplomierter Grafiker und Illustrator. Das zeigt sich dann in meinen Linol- und Siebdrucken und Radierungen.“

 

KH:Haben sich Ihre kreativen Präferenzen mit der Zeit gewandelt? Welche Technik ist Ihnen momentan die Liebste und warum?

Weckmüller: „Da ich mit einem befreundeten Künstler in Mainz die Druckwerkstatt uah! betreibe und dort auch mein Atelier habe, springe ich gerne mal von der einen in die andere Technik. Neu hinzugekommen ist die Plastik. Momentan hat mich aber wieder die Malerei in ihrem Bann. Sie lässt mir mehr Freiheit in der Abbildung als grafische Techniken.“...


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