Skulpturenpfade - Bodensee-Region

Robert Schad – Von Ort zu Ort

Ein ehrgeiziges Projekt startete der in Ravensburg geborene Stahlbildhauer Robert Schad (*1953) im Mai 2019. So sind 60 Groß-Skulpturen des Projekts „Robert Schad – Von Ort zu Ort” vom 25. Mai bis 30. November 2019 an mehr als 40 Orten in fünf Landkreisen der oberschwäbischen Region rund um den Bodensee zu sehen. Unter anderem am Ufer des Bodensees, auf der keltischen Heuneburg, gegenüber der barocken Klosteranlage Ochsenhausen, neben dem herrschaftlichen Schloss Mochental, in einer Lichtung im Wald von Ostrach, auf dem kleinen Dorfplatz in Oberdischingen und an weiteren geschichtlich und landschaftlich bedeutenden Orten im Oberland. Dabei verändert sich nicht nur der Blick auf seine Skulpturen, sondern auch die Sichtweise auf die jeweiligen Standorte. Das Skulpturenprojekt lädt zu einem inspirierenden Dialog zwischen Kunst, Natur und Architektur ein. Schad schafft aus massivem Vierkantstahl ›Zeichnungen im Raum‹. Die oft tonnenschweren Skulpturen wirken dabei federleicht. Linien entstehen dabei nicht durch Biegen und Verbiegen, sondern aus der Addition unterschiedlich langer, gerader Teile, die wie Glieder eines organischen Körpers verschweißt werden. Die zeichnerische Bewegung entfaltet sich in weiten Schwüngen und Bögen plastisch im Raum, die physische Schwere des massiven Stahls ist aufgehoben, die Skulpturen scheinen, ›im Raum zu tanzen‹. Jede Skulptur beginnt mit einer Zeichnung auf Papier oder Karton. Später spürt man diese Handschrift, die die Skulpturen von Robert Schad so unverwechselbar machen.

www.schad-oberschwaben-skulptur.de 

(Abb.: Temporäre Installation von Robert Schads Skulptur ›VYGON 2017‹ am Veitsburghang, Ravensburg)


Skulpturenpfade - Tiefenbach/Oberpfalz 

Neu eröffneter Skulpturenweg Ludwig Gebhard

Der Künstler Ludwig Gebhard ist vor allem bekannt für seine Zeichnungen, Druckgrafiken, Malereien sowie Schmuck- und Textildesigns. Intensiv befasste sich Gebhard auch  mit plastischem Arbeiten.Am 11. Mai 2019 wurde nun in Tiefenbach der ganzjährig begehbare Skulpturenweg mit Arbeiten Ludwig Gebhards eröffnet. Dank einer großzügigen Schenkung von Konradine Gebhard aus dem Nachlass des Grafikers, Malers und Bildhauers können entlang des Weges von der Kath. Pfarrkirche St. Vitus hinauf zur Alten Schule 13 Skulpturen präsentiert werden. Die Skulpturen entstanden in den Jahren 1981 bis 1986. Sie sind teilweise aus Bandstahl gearbeitet, teilweise aus Eisenstäben geformt oder aus Eisen geschmiedet. Einige Skulpturen versah Gebhard mit einer schwarzen Fassung, konturiert durch eine silberfarbene Linie. Mit Ausnahme der „Nase“ und der großen „Raumstruktur“ gab Gebhard den Skulpturen keine Titel. Er schuf Köpfe und Figuren im Stil des Konstruktivismus, geprägt von geometrischen und vegetabilen Grundformen. Der neu geschaffene Skulpturenweg ergänzt das Ludwig Gebhard-Museum in der Alten Schule. In der Sammlung des Museums  sind farbige Linolschnitte, Radierungen und Plastiken Gebhards sowie textile Arbeiten nach seinen Entwürfen zu sehen.

 

Skulpturenweg 

und Museum Ludwig Gebhard

Hauptstraße 23

93464 Tiefenbach